Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Der Begriff Psychotherapie stammt aus dem altgriechischen und setzt sich zusammen aus psychḗ (Atem, Hauch, Seele) und  therapeia (Dienst, Pflege, Heilung), was man als Heilung der Seele übersetzen kann.

 

In der Psychotherapie werden psycho-somatisch (in Wechselwirkung von Psyche und Körper) oder psycho-sozial (in Wechselwirkung von Psyche und sozialem Umfeld) verursachte Leidenszustände und unerwünschtes Verhalten mit wissenschaftlich fundierten Methoden behandelt.

(siehe § 1 Psychotherapiegesetz BGBl. Nr. 361/1990)

Was passiert in einer Psychotherapie bei mir?

Die Grundlage der psychotherapeutischen Behandlung und Beratung ist die Beziehung zwischen PsychotherapeutIn und KlientIn. Die Psychotherapie und der dabei zentrale Beziehungsaufbau ist als Entwicklungsprozess zu verstehen, der dementsprechend Raum und Zeit beansprucht. Als Psychotherapeut bin ich Ihnen wertfrei zugewandt und darum bemüht, eine Atmosphäre der Wertschätzung und des Mitgefühls aufzubauen. Im geschützten Rahmen der Verschwiegenheit dürfen Sie sich mit allem zeigen, was Sie belastet und bedrückt - und natürlich auch mit allem, was Ihnen Freude bereitet. In dieser Vertrauensbeziehung eröffnet sich für Sie als Klientin oder Klient ein ganz besonderer Raum, den Sie durch Ihre Persönlichkeit maßgeblich beeinflussen. Psychotherapie wird folglich von jedem anders erlebt und auch der Therapieverlauf ist ein individuell höchst unterschiedlicher Prozess.

 

Da die Psyche von uns Menschen in Wechselwirkung mit körperlichen und sozialen Faktoren steht, ist in der Psychotherapie eine ganzheitliche (körperlich-psychisch-soziale) Betrachtung Ihrer Person wesentlich. Die systemische Familientherapie legt hierbei besonderes Augenmerk auf die soziale Ebene, also Ihr Eingebettet-Sein in unterschiedliche familiäre, berufliche und andere Systeme.

 

Die Bezeichnung Systemische Familientherapie stammt aus der Gründungszeit dieser Therapierichtung, damals wurden meist ganze Familiensysteme in die Psychotherapie einbezogen. Heutzutage wird mit Einzelpersonen, Paaren und Familien gearbeitet.

Voraussetzungen für eine Psychotherapie

Auf seiner Homepage beschreibt der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie ÖBVP als wichtige Voraussetzung für Psychotherapie Ihren Wunsch, etwas zu verändern und Ihre grundsätzliche Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben auseinanderzusetzen und sich dabei unterstützen zu lassen.

Der psychotherapeutische Prozess

Zu Beginn der Psychotherapie klären wir Ihr Anliegen und legen gemeinsam ein oder mehrere Therapieziele fest. Dies kann  z. B. die Linderung von Ängsten oder die Heilung einer depressiven Verstimmung sein. Psychotherapie kann auch die Weiterentwicklung und Reifung Ihrer Persönlichkeit und/oder die  Verbesserung Ihrer Beziehungen oder Ihres Gesundheitszustandes zum Ziel haben.

Ihr Anliegen und die sich daraus ableitenden Therapieziele können sich im Verlauf der Psychotherapie ändern und/oder es können weitere hinzukommen.

 

Im Rahmen der Therapie kann ich Sie dabei unterstützen, unvorteilhafte Gedanken und Einstellungen zu erkennen und umzuformen, Ihr Selbstbild zu wandeln und unerwünschte Verhaltens-  und Erlebensweisen zu verändern.

 

Eventuell arbeiten wir auch daran, neue Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Oder wir prüfen gemeinsam, wie Ressourcen aktiviert und ausgebaut werden können. Ich kann Sie auch dazu einladen, andere Perspektiven bei der Problembetrachtung einzunehmen und dann zu prüfen, was sich dadurch verändert.

 

Welche Inhalte in Ihrem Psychotherapieverlauf zum Tragen kommen, ist abhängig von Ihren Anliegen, Ihrer Persönlichkeit sowie Ihren Wünschen und Bedürfnissen.

 

Zusammengefasst kann man Psychotherapie als einen individuellen Veränderungs-prozess bezeichnen, der die Linderung möglicher Leidenszustände, die Erweiterung Ihres Handlungsspielraums und die Steigerung Ihres Wohlbefindens zum Ziel hat.